Das Delir - ein Krankheitsbild, dessen Bedeutung und Schwere häufig unterschätzt werden
Wissenschaftliche Leitung
Dr. Oliver Schwalbe
Univ.-Prof. Dr. med. Hugo Van Aken
Beschreibung
Ein Delir ist ein komplexes, hirnorganisches Syndrom, gekennzeichnet durch eine akute Störung des Bewusstseins, der kognitiven Funktionen, der Psychomotorik, des Schlaf-Wach-Rhythmus und der Emotionalität. Beim Delir handelt es sich um eine häufige Komplikation, und dies nicht nur nach orthopädischen, allgemeinchirurgischen und kardiovaskulären Eingriffen. Auch ein aus anderen Gründen erforderlicher Krankenhausaufenthalt führt bei älteren Patientinnen und Patienten nicht selten zu einem signifikanten Verwirrtheitszustand. Das Delir betrifft knapp 15 % aller stationären Patienten, wird aber in 50% aller Fälle nicht diagnostiziert. Bei einer Letalität von 30 % und einem deutlich erhöhten Risiko, in der Folge eine Demenz zu entwickeln, sollte dieses Krankheitsbild mehr Beachtung finden, um erkannt und ausreichend therapiert zu werden. Neben operativen und interventionellen Eingriffen, Infektionskrankheiten und anderen Ursachen spielt die komplexe Einnahme von Arzneimitteln eine wesentliche Rolle. Vor diesem Hintergrund sind Prävention verbunden mit der Erkennung und Erfassung prädiktiver Risikofaktoren und ein professionelles Delirmanagement von entscheidender Bedeutung. In dem berufsgruppenübergreifenden Live-Online-Vortrag werden mit den Teilnehmenden anhand von Praxisfällen Maßnahmen zur Delir-Vermeidung, die Risiken für die Entwicklung eines Delirs in Verbindung mit den verschiedenen Symptomen sowie entsprechende Therapiemaßnahmen besprochen. Besonders im Fokus steht dabei die interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen Ärztinnen und Ärzten sowie Apothekerinnen und Apothekern.
Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h. c. Hugo Van Aken, Münster
Dr. rer. nat. Oliver Schwalbe, Münster
Dr. med. Anja Klasing, Recklinghausen
Dr. Sarah Nina Beheiri Elsner, Münster
Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h. c. Hugo Van Aken, Münster
Dr. rer. nat. Oliver Schwalbe, Münster