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18.09.2026 - 10.10.2026 #6136

Suchtmedizinische Grundversorgung

Wissenschaftliche Leitung

PD Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Ralf Demmel

Arne Lueg

Beschreibung

Inhalt nach Musterkursbuch der Bundesärztekammer vom 02.05.2022 mit einem Gesamtumfang von 50 Unterrichtseinheiten (UE)

Der Konsum psychotroper Substanzen und stoffungebundene Abhängigkeitserkrankungen stellen relevante Risikofaktoren für die Entstehung unterschiedlichster körperlicher wie auch psychischer Folgeerkrankungen dar. Für Ätiologie und Auswirkungen substanzbedingter Störungen spielen sowohl (neuro-)biologische, psychische als auch soziale Faktoren eine Rolle. Entsprechend sind auch im Therapieprozess alle drei Ebenen zu berücksichtigen und einzubeziehen. Vor diesem Hintergrund ist die Sensibilisierung für suchtmedizinische Themen in allen Versorgungsbereichen erforderlich. Hierzu dienen praxisorientierte Fallbeispiele, die zu Reflexion und Auseinandersetzung mit eigenen Haltungen, Einstellungen, Unsicherheiten sowie ggf. Vorurteilen zu Substanzkonsum und Abhängigkeitserkrankungen anregen.

Die Kurs-Weiterbildung „Suchtmedizinische Grundversorgung“ soll Ärztinnen und Ärzte befähigen, betroffene Patientinnen und Patienten früher zu erkennen, sie mittels geeigneter Gesprächstechniken und Kurzinterventionen frühzeitig auf Probleme mit ihrem Substanzkonsum oder mit ihrer Abhängigkeit anzusprechen, zu einer Behandlung zu motivieren, indikationsabhängig Substitutionsbehandlungen bei Opiatabhängigkeit durchzuführen bzw. an eine geeignete suchttherapeutische Einrichtung zu überweisen.

Mit einer suchtmedizinischen Behandlung sollen zunächst durch den Substanzkonsum bedingte Schäden verringert und das Überleben betroffener Patientinnen und Patienten gesichert werden. Darüber hinaus sollen Patientinnen und Patienten für eine Abstinenz oder zumindest eine Reduktion ihres Konsums motiviert werden. Begleit- und Folgeerkrankungen sind in die Behandlung einzubeziehen und ein ggf. erforderlicher Rehabilitationsprozess ist einzuleiten und zu begleiten. Weitere Ziele sind die Stabilisierung und Verbesserung der sozialen und familiären Situation der Betroffenen. Rückfälle gehören in vielen Fällen zum Verlauf einer Suchterkrankung und bedürfen eines qualifizierten therapeutischen Managements.

eLearning-Phase (5 UE)
  • Medikamentenabhängigkeit
  • Pharmakologie der Substitutionsbehandlung
  • Die heroingestützte Behandlung Opiatabhängiger
  • Motivational Interviewing

Virtuelle Präsenz (20 UE)
  • Grundlagen
  • Einführung in die besonderen Aspekte des Kindes- und Jugendalters
  • Tabak und verwandte Erzeugnisse
  • Nicht substanzgebundene Abhängigkeiten
  • Illegale Substanzen
  • Opioide

Physische Präsenz (17 UE)
  • Cannabis
  • Alkohol
  • Diagnostik, Planung, Einleitung und praktische Durchführung der Substitutionstherapie
  • Spezielle Probleme und Lösungsansätze: riskanter Beigebrauch, Komorbiditäten, Krisenintervention, Kindeswohl, Take-Home-Verordnung
  • Pharmakologische Grundlagen der Substitutionstherapie
  • Psychosoziale Begleitung, komplementäre Hilfen, Reintegration, Rehabilitation
  • Diamorphingestützte Substitution, Besonderheiten der Durchführung
  • Praktische Durchführung der Opiat-Substitution: Fallbeispiele
  • Moderne Suchttherapeutische Konzepte: Community Reinforcement Approach
  • Motivierende Gesprächsführung
 

Termine

Zielgruppe

Ärztinnen und Ärzte

Hinweis

Ein Einstieg in die laufende eLearning-Phase ist jederzeit möglich. Bitte beachten Sie, dass zur Teilnahme ein Breitband-Internet-Anschluss (z. B. DSL-Leitung) notwendig ist.



eLearningzeiten

ca. 4 Wochen vor Veranstaltungsbeginnn

Adresse

Ärztekammer Westfalen-Lippe
Gartenstraße 210-214
48147 Münster

 

Suchtmedizinische Grundversorgung

Münster
18.09.2026 - 10.10.2026
Mitglied der Akademie 1.249,00 €
Nichtmitglied der Akademie 1.399,00 €
Arbeitslos/Elternzeit 1.049,00 €
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55 Punkte, Kategorie K

Kontakt

Tags

Opioidabhängigkeit Abhängigkeit Substitutionsbehandlung Methadonersatztherapie Suchtkrankheit Suchtkrank Methadon Suchttherapie Therapie;