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05.02.2027 - 20.02.2027 #6782

Zusatz-Weiterbildung Sexualmedizin - Modul III - Behandlungsprinzipien und Techniken in der Sexualmedizin

Wissenschaftliche Leitung

Prof. Dr. med. Norbert Brockmeyer

Dr. med. Anja Potthoff

Priv.-Doz. Dr. Jörg Signerski-Krieger

Beschreibung

Die Zusatz-Weiterbildung Sexualmedizin vermittelt theoretische und praktische Grundlagen einzel- und paarbezogener sexualmedizinischer Behandlung. Die facharztspezifische Behandlung konzentriert sich nicht nur auf physiologische oder psychische Störungen, sondern berücksichtigt die bei jedem Menschen bestehenden Grundbedürfnisse nach Akzeptanz, Nähe und Vertrauen, die in Beziehungen – und durch die konkrete Körpersprache der Sexualität besonders intensiv in Intimbeziehungen – erfüllbar sind. Sie macht sich dabei neurobiologische und endokrinologische Korrelate von Bindungen zu Nutze, insbesondere deren Stress, Angst und Aggression vermindernde sowie vertrauensbildende Funktion, um Patienten zu ermöglichen, Partnerschaft und Sexualität als gesundheitsfördernde oder –erhaltende Ressource zur Erfüllung der oben genannten Grundbedürfnisse bewusst erfahren und bisherige Beeinträchtigungen vor diesem Hintergrund zuordnen zu können.

Modul I - Grundlagen der Sexualmedizin
 
Modul II - Indikationsgebiete der Sexualmedizin, Krankheitsbilder und Störungslehre
 
Modul III - Behandlungsprinzipien und Techniken in der Sexualmedizin
 
Teil 1 – Techniken der sexualmedizinischen Diagnoseerhebung beim Patienten sowie Paar unter Berücksichtigung des  diagnostisch-therapeutischen Zirkels, einschließlich Erstellung einer Sexualanamnese
  • Sprechen über Sexualität, Umgang mit Hemmungen, Scham und Tabus
  • Gendergerechte Kommunikation
  • Kulturspezifische Kommunikation bei Sexualität
  • Erhebung einer Sexualanamnese (welche Besonderheiten bei welchen Erkrankungen)
  • Techniken einzel- oder paarbezogener gesprächsbasierter Interventionen
  • Überblick über Sexualpsychotherapie
  • Umgang mit Psychologischer Testung (ggf. nur in der theoretischen Vermittlung)
  • Interpretation von Labordiagnostik
  • Altersstufengerechte Kommunikation (Jugendliche)
Teil 2 – Techniken der sexualmedizinischen Beratung des Patienten bzw. Paares, insbesondere Beratung zu sexueller und reproduktiver Gesundheit, zur partnerschaftlichen Beziehungszufriedenheit und zur HIV-/STI-Prävention auch unter Berücksichtigung der verschiedenen sexuellen Praktiken
  • Allgemeine Techniken der Sexualberatung
  • Einzel- oder paarbezogene Beratungstechniken, die auf das sexuelle Erleben und Verhaltenseingehen, indem sie damit verknüpfte Schwierigkeiten sowie Einschränkungen der sexuellen und partnerschaftlichen Beziehungszufriedenheit thematisieren und zu deren Überwindung beitragen. Dabei gilt es, an den Grundbedürfnissen der Patienten (nach Annahme, Vertrauen, Sicherheit, Entwicklungsförderung etc.) anzusetzen und deren (Wieder-)Erfüllung zu ermöglichen.
  • Fachspezifische sexualmedizinische Gesprächsinterventionen bei einer Sexualstörung, auch im Gefolge anderer  Erkrankungen und Störungen bzw. deren Behandlung und/oder im Zusammenhang mit Geschlechtsinkongruenz
  • Spezifische Techniken bei:
    • STI (Prävention und bei einer Infektion)
    • Impfen etc.
    • Verhütung
    • Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen (Motivation)
    • Umgang mit sexuellem Missbrauch
    • Sexualität und Krebs
    • Umgang mit Stigmatisierung bezüglich Geschlechtlichkeit und Sexualität
    • Beratung beim Outing (in Bezug auf sexuelle Orientierung, sexuelle Präferenz und Geschlechtlichkeit)
    • Beratung im forensischen Kontext
    • Psychische Symptome durch somatische sexualmedizinische Erkrankungen
    • Beratung zu Therapieoptionen sowie Therapiestrategien bei sexuellen Dysfunktionen
  • Überblick mit Übungen (erotischer Raum, Spiegelübungen, Rollenspiele mit Fällen, systemische Übungen, schwierige Patientinnen und Patienten)
  • Distanzregulierung 
  • Therapiebegleitende Medikamente zur Behandlung von sexuellen Schwierigkeiten (PDE5-Hemmer), Psychotherapie und andere begleitende Therapien (Physio-, Soziotherapie...), Beratung, Aufklärung
  • Paraphilien
  • Sexarbeit
  • Psychische Erkrankungen und Sexualität 
  • Trauma
  • Einführung in die Fallarbeit
  • Persönliche Ethik, Selbstreflektion
 
Wissenschaftliche Leitung

Prof. Dr. med. Norbert Brockmeyer
ehem. Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin, WIR - Walk in Ruhr, St. Elisabeth-Hospital, Bochum

Frau Dr. med. Anja Potthoff
Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin, WIR - Walk In Ruhr, St. Elisabeth-Hospital, Bochum

Priv.-Doz. Dr. med. Jörg Signerski-Krieger
Ambulanz für Sexualmedizin und Sexualtherapie, Universitätsmedizin Göttingen, Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung (DGfS), Göttingen
 
Organisatorische Leitung

Christoph Ellers, B.A. Leiter Ressort Fortbildung der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Münster
 

Dokumente

Termine

Zielgruppe

Ärztinnen und Ärzte

Teilnahmevoraussetzungen

Die erfolgreiche Teilnahme an Modul I "Grundlagen der Sexualmedizin" der Zusatz-Weiterbildung wird für die Teilnahme an Modul III vorausgesetzt.

Hinweis

Der Kurs ist als Nachweis der theoretischen Kenntnisse für die Qualitätssicherungsvereinbarung HIV/Aids § 135 Abs. 2 SGB V zur spezialisierten Versorgung von Patientinnen und Patienten mit HIV-Infektion/Aids-Erkrankung (40 Fortbildungspunkte innerhalb von 3 Jahren vor Antragstellung) in Westfalen-Lippe anerkannt.

Teilnehmende, die bereits eine Genehmigung zur Teilnahme an der Qualitätssicherungsvereinbarung HIV/AIDS nach § 135 Abs. 2 SGBV haben, können mit dem Kurs den Nachweis zur Teilnahme an der Vereinbarung über die HIV-Präexpositions-prophylaxe (PrEP) zur Prävention einer HIV-Infektion gemäß § 20j SGB V erbringen (30 Fortbildungspunkte).


Mindestanforderungenfür die ZWB Sexualmedizin gemäß § 11 MWBO

  • Facharztanerkennung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung und
    zusätzlich
  • 80 Stunden Kurs-Weiterbildung in psychosomatischer Grundversorgung oder Zusatz-Weiterbildung Psychotherapie oder Zusatz-Weiterbildung Psychoanalyse und
    zusätzlich
  • 120 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 4 Abs. 8 in Sexualmedizin gemäß (Muster-)Kursbuch der Bundesärztekammer und
    zusätzlich
  • 120 Stunden (bzw. 60 Stunden für Kammerangehörige der ÄKWL) Fallseminare unter Supervision

Die Fallseminare können durch 6 Monate Weiterbildung unter Befugnis an Weiterbildungsstätten ersetzt werden.

eLearningzeiten

Die eLearning-Phase [7 UE] beginnt 4 Wochen vor der Präsenzveranstaltung.

Abschluss/Lernerfolgskontrolle

Die Teilnehmende des Moduls "Grundlagen der Sexualmedizin" schließen diese Kurs-Weiterbildung mit einer Lernerfolgskontrolle ab.

Nach erfolgreich bestandener Lernerfolgskontrolle erhalten die Absolvierenden einen Nachweis über die Teilnahme des Moduls I Grundlagen der Sexualmedizin gem. Kurs-Weiterbildung Sexualmedizin und darüber hinaus erhalten Ärztinnen und Ärzte aus Westfalen-Lippe das Zertifikat "Sexuelle Gesundheit und Sexuell übertragbare Infektionen (STI)" der Ärztekammer Westfalen-Lippe.

Kooperationspartner

Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (BIÖG), Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung (DGfS) und die Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG)

Adresse

Ärztekammer Westfalen-Lippe
Gartenstraße 210-214
48147 Münster

 

Zusatz-Weiterbildung Sexualmedizin - Modul III - Behandlungsprinzipien und Techniken in der Sexualmedizin

Münster
05.02.2027 - 20.02.2027
Mitglied der Akademie 1.149,00 €
Nichtmitglied der Akademie 1.325,00 €
Arbeitslos/Elternzeit 999,00 €
Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung (DGfS) 1.149,00 €
Mitglied der Deutschen STI-Gesellschaft (DSTIG) 1.099,00 €
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41 Punkte, Kategorie K

Kontakt

Tags

Paartherapie Sexuelle Identität Prävention Entwicklungsstörungen