01.01. - 31.12.2023#12345
Augenheilkunde
Beschreibung
Als zweitgrößte Gruppe unter den Fachberufen im Gesundheitswesen unterstützen Medizinische Fachangestellte Augenärztinnen und Augenärzte in Praxen und Kliniken. Diagnostische und therapeutische Möglichkeiten sowie der medizintechnische Fortschritt in der Augenheilkunde entwickeln sich rasant und erfordern ein immer differenzierteres Wissen und entsprechende praktische Fertigkeiten.
Die häufigsten schwerwiegenden Augenerkrankungen, wie die Makuladegeneration, der Katarakt, die diabetische Retinopathie sowie das Glaukom, die für einen erheblichen Teil der Erblindungen verantwortlich sind, nehmen mit zunehmendem Alter der Patientinnen und Patienten deutlich zu. Der Bedarf an augenärztlicher Versorgung in Praxen und Kliniken wird daher weiter steigen. Damit verbunden fallen zunehmend mehr delegierbare Leistungen zur Entlastung und Unterstützung von Augenärztinnen und Augenärzten an.
Neben der Vermittlung von fachtheoretischen Kenntnissen und fachpraktischen Fertigkeiten sieht die Fortbildungsmaßnahme eine 16 Unterrichtseinheiten umfassende Hospitation in operativ tätigen Einrichtungen der augenärztlichen Versorgung mit einem Spektrum unterschiedlicher Augenoperationen vor.
Die häufigsten schwerwiegenden Augenerkrankungen, wie die Makuladegeneration, der Katarakt, die diabetische Retinopathie sowie das Glaukom, die für einen erheblichen Teil der Erblindungen verantwortlich sind, nehmen mit zunehmendem Alter der Patientinnen und Patienten deutlich zu. Der Bedarf an augenärztlicher Versorgung in Praxen und Kliniken wird daher weiter steigen. Damit verbunden fallen zunehmend mehr delegierbare Leistungen zur Entlastung und Unterstützung von Augenärztinnen und Augenärzten an.
Neben der Vermittlung von fachtheoretischen Kenntnissen und fachpraktischen Fertigkeiten sieht die Fortbildungsmaßnahme eine 16 Unterrichtseinheiten umfassende Hospitation in operativ tätigen Einrichtungen der augenärztlichen Versorgung mit einem Spektrum unterschiedlicher Augenoperationen vor.
Themen
- Modul 1: Kommunikation und Gesprächsführung (8 UE) *
- Kommunikationstechniken
- Gesprächsführung insbesondere mit spezifischen Patientengruppen und Angehörigen
- Telefonkommunikation
- Konfliktlösungsstrategien
- Auseinandersetzung mit der Berufsrolle
- Nähe-Distanz-Regulierung
- Notwendigkeit kollegialer Reflexion
- Modul 2: Kommunikation und Gesprächsführung (8 UE) *
- Modelle der Selbst- und Fremdwahrnehmung
- Motivation und Bedürfnisse
- Patienten und betreuende Personen zur Mitwirkung motivieren
- Besonderheiten spezifischer Patientengruppen
- Soziales Umfeld
- Modul 3: Grundlagen der Augenheilkunde (6 UE)
- Anatomische Grundlagen der augenheilkundlich relevanten Strukturen
- Optik und Physiologie der Augen und des Sehens
- Physiologie des Sehvorgangs
- Entwicklung des Sehens und binokulares Sehen
- Erkrankungen des vorderen Augenabschnittes
- Erkrankungen des hinteren Augenabschnittes
- Erkrankungen des Sehnervs und der Sehbahn
- Module 4 bis 6: Diagnostik und Therapie (konservativ und operativ) bei häufigen Augenerkrankungen
- Modul 4: am vorderen Augenabschnitt – Diagnostik & Therapie (16 UE)
- Erkrankungen der Lider
- Erkrankungen der Binderhaut
- Erkrankungen der Hornhaut
- Iritis, Iridozyklitis
- Katarakt
- Modul 5: am hinteren Augenabschnitt – Diagnostik & Therapie (16 UE)
- Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)
- Ablatio retinae, Glaskörpertrübungen
- Retinale Gefäßerkrankungen
- Hereditäre Netzhaut- und Makuladystrophien, z.B. Retinopathia pigmentosa
- Uveitis und Chorioretinitis (z.B. Toxoplasmose)
- Intraokulare Tumoren
- Glaukom, Glaukomanfall
- Modul 6: Strabologie (inkl. Amblyopie, Grundlage/Entwicklung des Sehvorgangs, binokular) und Neuroophthalmologie (inkl. Posteriorinfarkt) (6 UE)
- Grundlagen und Entwicklung des Sehens, binokulares Sehen, Visusentwicklung
- Phorien und Tropien
- Amblyopie, Okklusionstherapie
- Augenmuskelparesen
- neurologische Augenbewegungsstörungen (z.B. internukleäre Ophthalmoplegie) Prismentherapie
- Posterior-Infarkt
- Neuritis nervi optici
- AION , PION
- Horner Syndrom
- Endokrine Orbitopathie
- Modul 7: Grundlagen der Refraktion, Anpassung von Kontaktlinsen und vergrößernden Sehhilfen (20 UE)
- Theoretische Grundlagen der Refraktion
- Refraktionsfehler
- Methoden des Refraktionierens
- Kontaktlinsen anpassen
- Vergrößernde Sehhilfen anpassen
- Modul 8: Ophthalmologische Notfälle (6 UE)
- Verätzungen
- Verletzungen (Wunden, Trauma, Blutung)
- plötzlicher Sehverlust
- Sehstörungen
- akute Entzündungen
- Schmerzen
- Fremdkörperverletzungen
- Notfallmedikamente und Notfallgeräte, insbesondere bezüglich der für die Fluoreszenzangiographie notwendigen Inhalte
- Modul 9: Praxisorganisation und Abrechnung in der Augenheilkunde (10 UE)
- Praxisorganisation, insbesondere Zeitmanagement
- Grundlagen der Abrechnung nach EBM
- Grundlagen der Abrechnung nach GOÄ
- Grundlagen der Abrechnung von Individuellen Gesundheitsleistungen
- Modul 10: Operieren in der Augenheilkunde (24 UE)
- Theorie/Unterricht: Allgemeines zu Augen-Operationen einschließlich Aufklärung, mögliche Narkoseverfahren und Nachsorge (8 UE)
- Hospitation: Anwesenheit bei mindestens 10 Augen-OPs, davon mindestens 3 Katarakt-OP, 3 IVOM und mindestens 4 aus dem Spektrum (mindestens 2 verschiedene) ppV, filtrierende Glaukom-OP, Plombenchirurgie, Schiel-OP, Lid-OP bei malignem Tumor, Toti-OP, Keratoplastik, Versorgung perforierende Augenverletzung (16 UE)
Zielgruppe
Medizinische Fachangestellte, Angehörige anderer Medizinischer Fachberufe
Teilnahmevoraussetzungen
Die Teilnahme an der Fortbildung setzt die Berufsausbildung und erfolgreiche Prüfung zur/zum Medizinischen Fachangestellten oder
die Berufsausbildung und erfolgreiche Prüfung nach dem Pflegeberufegesetz oder
die Berufsausbildung und erfolgreiche Prüfung in einem vergleichbaren geregelten Gesundheitsfachberuf
und
eine mindestens zweijährige (vollzeitäquivalent) Berufserfahrung in einer augenärztlichen Praxis oder Augenklinik voraus.
die Berufsausbildung und erfolgreiche Prüfung nach dem Pflegeberufegesetz oder
die Berufsausbildung und erfolgreiche Prüfung in einem vergleichbaren geregelten Gesundheitsfachberuf
und
eine mindestens zweijährige (vollzeitäquivalent) Berufserfahrung in einer augenärztlichen Praxis oder Augenklinik voraus.
Hinweis
Die Module 1 „Kommunikation und Gesprächsführung“ (8 UE) und 2 „Wahrnehmung und Motivation“ (8 UE) gem. Curricula der Bundesärztekammer können angerechnet werden, wenn diese Module bereits absolviert wurden. In diesem Fall beginnt die Fortbildung mit der virtuellen Präsenz
Die Fortbildungsveranstaltung ist vollständig anrechnungsfähig auf den medizinischen Wahlteil im Rahmen der beruflichen Aufstiegsqualifikation „Fachwirt/in für ambulante medizinische Versorgung“.
Die Fortbildung ist in vollem Umfang auf die Spezialisierungsqualifikation „Entlastende Versorgungsassistenz“ (EVA) bzw. „Nichtärztliche Praxisassistentin“ (NäPa) für MFA aus ophthalmologischen Praxen/Einrichtungen gemäß Delegationsvereinbarung anrechenbar.
Technische Voraussetzungen für die Teilnahme am Webinar:
- stabile Internetverbindung
- Browser: Mozilla Firefox, Google Chrome, Microsoft Edge bzw. Safari bei iOS
- funktionierendes Audiosystem und Mikrofon (z. B. Headset)
- Webcam
Abschluss/Lernerfolgskontrolle
Die Veranstaltung schließt mit einer Lernerfolgskontrolle ab.
Die Ärztekammer Westfalen-Lippe stellt den Teilnehmenden nach erfolgreichem Abschluss des Curriculums ein Kammerzertifikat "Augenheilkunde" aus.
Tags
MFAModulWahlteilFachwirtFachwirtinEVANäPafachärztlichEntlastende VersorgungsassistentinSpezialisierungsqualifikationBundesärztekammerDelegationAugenheilkundeOphthalmologieATA