01.01. - 31.12.2023#12345
Onkologie
Beschreibung
Die „Vereinbarung über die qualifizierte ambulante Versorgung krebskranker Patientinnen und Patienten (Onkologie-Vereinbarung, Stand: 01.01.2025) regelt die qualifizierte Versorgung entsprechender Patientinnen und Patienten. In § 5 Abs. 1.4 sieht diese vor, dass für die Durchführung ärztlicher Behandlungen Medizinische Fachangestellte im Rahmen der Delegation hinzugezogen werden können.
MFA bedürfen allerdings einer besonderen onkologischen Qualifikation, die mit dem Musterfortbildungscurriculum „Onkologie“ der Bundesärztekammer erworben werden kann.
MFA bedürfen allerdings einer besonderen onkologischen Qualifikation, die mit dem Musterfortbildungscurriculum „Onkologie“ der Bundesärztekammer erworben werden kann.
Die 120 UE umfassende Spezialisierungsqualifikation, die nach einer Beschäftigungszeit von mindestens sechs Monaten in einer ambulanten oder stationären onkologischen Einrichtung aufgenommen und berufsbegleitend erworben werden kann, wird regelmäßig von der Akademie für medizinische Fortbildung der ÄKWL und der KVWL in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte für Hämatologie und Medizinische Onkologie in Deutschland – Regionalgruppe Westfalen-Lippe (BNHO e.V.) angeboten. MFA ohne diese Zusatzqualifikation können in onkologischen Schwerpunktpraxen für zahlreiche Aufgaben nicht eingesetzt werden, da eine onkologische Qualifikation aufgrund der gem. Ausbildungsordnung vorgeschriebenen Ausbildungsinhalte nicht gegeben ist. Dies unterscheidet MFA von examinierten Pflegekräften mit onkologischer Zusatzqualifikation.
Um den wachsenden Bedarf an onkologisch qualifizierten Mitarbeitenden in onkologischen Schwerpunktpraxen abdecken zu können, wurde Medizinischen Fachangestellten mit Nachweis einer entsprechenden Spezialisierungsqualifikation dieses Aufgabenfeld eröffnet. Die onkologisch verantwortliche Ärztin bzw. der onkologisch verantwortliche Arzt in einer Schwerpunktpraxis hat gegenüber seiner Kassenärztlichen Vereinigung den Nachweis der erfolgten Fortbildung zu führen.
Die Fortbildungsmaßnahme richtet sich gleichermaßen an interessierte Pflegekräfte in onkologischen Einrichtungen, die ihr Wissen aktualisieren und vertiefen wollen. Sie ist als integrierter Lehrgang konzipiert, der sich aus 98 UE fachtheoretischem und fachpraktischem Unterricht einerseits und einer 14 UE umfassenden Hausarbeit andererseits zusammensetzt. Das im Musterfortbildungscurriculum beinhaltete Modul 1 „Wahrnehmung und Motivation“ (8 UE) ist gesondert nachzuweisen.
Themen
Modul 1
Wahrnehmung und Motivation (gesondert nachzuweisen)
Wahrnehmung und Motivation (gesondert nachzuweisen)
Modul 2
Rollenbild und Aufgabenfelder
Rollenbild und Aufgabenfelder
Modul 3
Allgemeine medizinische Grundlagen der Onkologie und Palliativmedizin
Allgemeine medizinische Grundlagen der Onkologie und Palliativmedizin
Modul 4
Versorgung und Betreuung der Patientinnen und Patienten
Versorgung und Betreuung der Patientinnen und Patienten
Modul 5
Ausgewählte Krankheitsbilder in der Onkologie
Ausgewählte Krankheitsbilder in der Onkologie
Modul 6
Spezielle onkologische Grundlagen und Therapien
Spezielle onkologische Grundlagen und Therapien
Modul 7
Patienten- und Angehörigenedukation
Patienten- und Angehörigenedukation
Modul 8
Psychosoziale Bewältigungsstrategien für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der onkologischen und palliativmedizinischen Versorgung
Psychosoziale Bewältigungsstrategien für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der onkologischen und palliativmedizinischen Versorgung
Modul 9
Dokumentation, rechtliche und ausgewählte ethische Grundlagen
Dokumentation, rechtliche und ausgewählte ethische Grundlagen
Modul 10
Therapeutische und pflegerische Interventionen
Therapeutische und pflegerische Interventionen
Modul 11
Psychoonkologische Grundlagen, Nachsorge und die Rehabilitation
Psychoonkologische Grundlagen, Nachsorge und die Rehabilitation
Modul 12
Best Practice
Best Practice
Hausarbeit
Kolloquium
Zielgruppe
Medizinische Fachangestellte, Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger mit abgeschlossener Berufsausbildung
Teilnahmevoraussetzungen
Teilnahmevoraussetzung ist die Berufsausbildung und erfolgreiche Prüfung zur/zum Medizinischen Fachangestellten oder die Berufsausbildung und erfolgreiche Prüfung in einem vergleichbaren medizinischen Fachberuf mit angemessener Beruferfahrung in der Tätigkeit als Medizinische Fachangestellte bzw. Arzthelferin vorausgesetzt.
Zudem setzt die Teilnahme an der Fortbildung eine Beschäftigung von 6 Monaten in der ambulanten oder stationären onkologischen Versorgung oder einen Nachweis eines Praktikums in einer onkologischen Einrichtung von mindestens 3 x 8 Stunden voraus.
Hinweis
Das Modul 1 „Wahrnehmung und Motivation“ (8 UE) muss gesondert nachgewiesen werden und ist nicht Bestandteil dieses Fortbildungsangebotes. Die Akademie bietet dieses Modul regelmäßig an.
Die Module 3 "Allgemeine medizinische Grundlagen Onkologie und Palliativmedizin" und 4 "Versorgung und Betreuung der Patienten" sind mit 9 UE auf die Spezialisierungsqualifikation "Entlastenden Versorgungsassistentin" (EVA) für den hausärztilchen Bereich anrechenbar.
Die Fortbildungsinhalte sind vollständig anrechnungsfähig auf den medizinischen Wahlteil im Rahmen der beruflichen Aufstiegsqualifikation „Fachwirt/in für ambulante medizinische Versorgung“.
Kolloquium
Zum 15minütigen Kolloquium wird zugelassen, wer mindestens 90 % des Unterrichts besucht hat und die Hausarbeit nachweist.
Zum 15minütigen Kolloquium wird zugelassen, wer mindestens 90 % des Unterrichts besucht hat und die Hausarbeit nachweist.
Förderungsmöglichkeit:
- Bildungsscheck 2.0
eLearningzeiten
Die eLearningphasen finden jeweils zwischen den Präsenzphasen statt.
Abschluss/Lernerfolgskontrolle
Kolloquium:
Zum 15minütigen Kolloquium wird zugelassen, wer
Zum 15minütigen Kolloquium wird zugelassen, wer
- mindestens 90 % des Unterrichts besucht hat
- den Zeitumfang nachweist
- die Hausarbeit nachweist
Die Ärztekammer Westfalen-Lippe stellt den Teilnehmenden nach erfolgreichem Abschluss des Curriculums das Zertifikat "Onkologie" aus.
Kooperationspartner
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Berufsverband der niedergelassenen Hämato-/ Onkologen Regionalgruppe Westfalen-Lippe (BNHO e. V.) statt.Tags
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