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Entlastende Versorgungsassistenz (EVA)

Inhalt

 

Das Konzept der EVA-Qualifikation entspricht dem Fortbildungscurriculum „Nicht-ärztliche Praxisassistentin (NÄPA)“ der Bundesärztekammer nach §§ 5 und 7 der Delegationsvereinbarung zwischen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und dem GKVSpitzenverband über die Erbringung ärztlich angeordneter Hilfeleistungen in der Häuslichkeit der Patienten, in Alten- und Pflegeheimen oder in anderen beschützenden Einrichtungen gem. § 28 Abs. 1 Satz 2 SGB V.

In Nordrhein-Westfalen wird eine NÄPA als EVA bezeichnet. Die EVA-Ausbildung qualifiziert MFA in erster Linie dazu, Patientinnen und Patienten in der Häuslichkeit und in Pflegeeinrichtungen eigenständig im Sinne der Arztentlastung zu betreuen. Die Qualifikation ist bundesweit anerkannt.
Der Umfang der EVA-Ausbildung richtet sich nach der Dauer der individuellen Berufstätigkeit. Abgesehen von den Pflichtmodulen sind die Fortbildungsinhalte frei kombinierbar.
Die EVA-Ausbildung findet unter Einsatz moderner Lernformen statt. Teile der Ausbildung werden in Form von eLearning und virtueller Präsenz (Webinar) über die Lernplattform ILIAS der Akademie für medizinische Fortbildung angeboten.

 

Theoretische Fortbildung

 

Pflichtmodule

  • Ambulante Versorgung älterer Menschen (44 UE) virtuelle Präsenz (Webinar)
  • Häufige Krankheitsbilder in der hausärztlichen Praxis (20 UE) virtuelle Präsenz (Webinar)
  • Hygiene und Desinfektion in der Arztpraxis (8 UE) Blended Learning
  • Kommunikation und Gesprächsführung (8 UE) virtuelle Präsenz (Webinar)
  • Patientenbegleitung und Koordinatio (24 UE) virtuelle Präsenz (Webinar)
  • Sozialrecht und Demografie (12 UE) Blended Learning-Webinar
  • Umgang mit unterschiedlichen Patiententypen – Umgang mit chronisch Kranken: Psychosomatische und psychosoziale Patientenversorgung (15 UE) physische Präsenz
  • Wahrnehmung und Motivation (8 UE) virtuelle Präsenz (Webinar)

Sonderfall

  • Elektronische Praxiskommunikation und Telematik Telemedizin-Grundlagen (20 UE) physische Präsenz/ virtuelle Präsenz (Webinar)
  • Elektronische Praxiskommunikation und Telematik Telemedizinische Anwendungen (20 UE) virtuelle Präsenz (Webinar)

 Eins der beiden Module muss als Pflichtmodul absolviert werden. Das andre kann als Wahlmodul absolviert werden.

 

Wahlmodule 

  • Ambulante Palliativversorgung (8 UE) physische Präsenz
  • Arzneimittelversorgung (8 UE) physische Präsenz
  • Der demenzkranke Mensch in der Haus- und Facharztpraxis (8 UE) physische Präsenz
  • Der herzkranke Patient (8 UE) physische Präsenz
  • Der Schmerzpatient in der Praxis (12 UE) Blended Learning
  • EKG/Spirometrie – Qualifizierte Arztunterstützung bei Untersuchungsverfahren in der Praxis (4 UE) physische Präsenz
  • Grundlagen der Ernährung (16 UE) virtuelle Präsenz (Webinar)
  • Grundlagen der Gesundheitsförderung und  Prävention (8 UE) Blended Learning
  • Häufige Untersuchungsverfahren in der Praxis (8 UE) virtuelle Präsenz (Webinar)
  • Hitzeassoziierte Gesundheitsprobleme bei alten  Menschen (6 UE) Blended Learning
  • Impfen und Impfmanagement (11 UE) Blended Learning
  • Injektions- und Infusionstechniken (4 UE) physische Präsenz
  • Versorgung und Betreuung von Onkologie- und Palliativpatienten (9 UE) physische Präsenz
  • Wahrnehmung und Motivation* (8 UE) virtuelle Präsenz (Webinar)

 

Notfallmanagement

  • Erweiterte Notfallkompetenz* (16 UE) physische Präsenz
  • Notfälle in der Praxis – Cardiopulmonale Reanimation* (4 UE) physische Präsenz

 

BerufsjahreTheoretische FortbildungPraktische Fortbildung *Notfallmanagement
< 5200 UE50 UE = 75 HB20 UE
< 10170 UE30 UE = 45 HB20 UE
> 10150 UE20 UE = 30 HB20 UE

 

(UE) = Unterrichtseinheit/ 45 Minuten

 

* Die Praktische Fortbildung besteht aus den dokumentierten arztbegleitenden und selbstständigen Hausbesuchen (HB), die mit jeweils 30 Minuten auf die Spezialisierungsqualifikation angerechnet werden. 

 

Sofern Antragstellende über einen qualifizierten Berufsabschluss nach dem Krankenpflegegesetz  verfügen  und in den letzten zehn Jahren vor Antragstellung mindestens vier Jahre in diesem Beruf tätig waren, reduziert sich die Theoretische Fortbildung auf 80 Unterrichtseinheiten.

 

Voraussetzung

Der Antrag auf Ausstellung des Fortbildungszertifikates „Entlastende Versorgungsassistenz“ ist an folgende Voraussetzungen geknüpft:

  • Nachweis über einen qualifizierten Berufsabschluss gemäß der Verordnung über die Berufsausbildung zur/zum Medizinischen Fachangestellten oder nach dem Krankenpflegegesetz
  • Nachweis über eine nach dem qualifizierten Berufsabschluss mindestens dreijährige Berufserfahrung in einer hausärztlichen Praxis

 

Teilnahmegebühren

 

Die Teilnahmegebühren werden je Modul abgerechnet. Die Kosten für die gesamte Fortbildung richten sich nach den Berufsjahren und den daraus zu absolvierenden Unterrichtsseinheiten. 

Die Preisangaben der einzelnen Modulen finden Sie in den jeweiligen Terminen. 

 

Einzureichende Unterlagen für das Zertifikat

  • Nachweis der abgeschlossenen Berufsausbildung (Prüfungsdokument in Kopie)
  • Nachweis der Dauer der Berufstätigkeit nach der Ausbildung mit Bescheinigung des beruflichen Werdegangs
  • Nachweis der Hausbesuche im erforderlichen Umfang in Form von Hausbesuchsprotokollen (Muster sind über die Akadmie zu beziehen)

 

Hinweis

 

Die Fortbildungsveranstaltung ist vollständig anrechnungsfähig auf den medizinischen Wahlteil im Rahmen der beruflichen Aufstiegsqualifikation „Fachwirt/in für ambulante medizinische Versorgung“.

 

Förderungsmöglichkeiten

 

Hausarztaktionsprogramm NRW

Förderung des Landes für Hausärztinnen und Hausärzte

  • www.mags.nrw/hausarztaktionsprogramm

 

Bildungsscheck

  • www.bildungscheck.nrw.de

 

eLearning/Webinar Technische Voraussetzungen

Die Teilnahme setzt

  • eine stabile Internetverbindung
  • die aktuellste Version der Browser Mozilla Firefox, Google Chrome oder Microsoft Edge, bzw. Safari bei iOS
  • ein funktionierendes Audiosystem (z. B. Kopfhörer)
  • eine Webcam und ein Mikrofon voraus.

 

Abschluss

Theoretische Fortbildung

Die Veranstaltungen schließen mit einer Lernerfolgskontrolle ab.

 

Praktische Fortbildung

Die praktische Fortbildung in Form von Hausbesuchsprotokollen muss anhand von Protokollen nachgewiesen werden.

 

Die Ärztekammer Westfalen-Lippe stellt den Teilnehmenden nach erfolgreichem Abschluss des Curriculums das Zertifikat "Entlastende Versorgungsassistenz EVA" aus.

 

 

Ambulante Palliativversorgung Umgang mit Schwerstkranken und ihren Angehörigen/ Patientenverfügung

 

Ambulante Versorgung älterer Menschen

 

Arzneimittelversorgung

 

Der demenzkranke Mensch in der Haus- und Facharztpraxis

 

Der herzkranke Patient/ die herzkranke Patientin

 

Elektronische Praxiskommunikation und Telematik

 

Ergänzungsqualifikation von VERAH zur Entlastenden Versorgungsassistenz (EVA)

 

Grundlagen der Ernährung

 

Grundlagen der Gesundheitsförderung und Prävention

 

Häufige Krankheitsbilder in der hausärztlichen Praxis

 

Häufige Untersuchungsverfahren in der Praxis

 

Hygiene und Desinfektion in der Arztpraxis

 

Impfen und Impfmanagement

 

Injektions- und Infusionstechniken

 

Kommunikation und Gesprächsführung

 

NAWL - Notfälle in der Praxis - Cardiopulmonale Reanimation

 

Notfallmanagement - Erweiterte Notfallkompetenz

 

Patientenbegleitung und Koordination

 

Schmerzpatienten in der Praxis

 

Sozialrecht und Demografie

 

Umgang mit unterschiedlichen Patiententypen - Umgang mit chronisch Kranken: Psychosomatische und psychosoziale Patientenversorgung

 

Versorgung und Betreuung von Onkologie- und Palliativpatienten

 

Wahrnehmung und Motivation

 

Was das EKG verrät - eine praktische Fortbildung

Veranstaltungsübersicht